Yogananda – kulturübergreifender von Gott ergriffener Weiser

yoganandaVor ungefähr 25 Jahren habe ich das Standardwerk von Yogananda „Autobiographie eines Yogi“ mit grosser Begeisterung gelesen. Nun ist mir vor ein paar Monaten das Buch wieder in die Hände gefallen, ich habe es nochmals gelesen und war tief berührt von seinen Ausführungen.

Wer ist Yogananda?

Yogananda ist ein indischer Yogi, der von 1893 bis 1952 lebte. 1920 fuhr er im Auftrag seines spirituellen Lehrers Sri Yukteswar nach Kalifornien, führte tausende von Menschen in die Meditationstechnik des Kriya Yoga ein und gründete das Self Realization Fellowship Zentrum. Schon von frühester Jugend an war er fasziniert von spirituellen Meistern und Menschen, die sich ganz dem Göttlichen hingaben. Er suchte zunächst in Indien und später weltweit mit solchen Menschen in Kontakt zu treten und von ihnen zu lernen. Auch er selbst spürte in sich eine grosse Sehnsucht und Hingabe an das Göttliche und erkannte dies als zentrale Aufgabe seines Lebens. Weiterlesen

Bede Griffiths und John Maine – zwei christliche Mystiker

bede griffithsAuf wunderbare Weise verbinden diese beiden Benediktinermönche die östliche Spiritualität mit dem Christentum. Bede Griffiths leitete bis zu seinem Tod 1993 ein Ashram in Indien und John Maine initiierte die „World Community für christliche Meditation“.

Ich habe aus dem folgenden Buch Aussagen ausgewählt, die das Gedankengut dieser beiden grossen Männer sehr eindrucksvoll darlegen.

Wege zum Christusbewusstsein – Aquamarin Verlag

John Maine stellte sich die Frage, ob es möglich ist, Gott nicht durch Worte, Gedanken, Dogmen und Rituale sondern direkt zu erfahren. Er fand diesen Weg in der Tradition der Wüstenväter, deren Weisheit es war, Gott durch die Liebe zu erkennen.

Wir alle sind für Gott offen, werden in der Tiefe unseres Seins berührt, in der wir die Gegenwärtigkeit Gottes, der grenzenlosen ewigen Wirklichkeit, erleben, die der Urgrund und Ursprung unseres Seins ist.

Das Gebet ohne Worte und Gedanken ist das Geheimnis, das uns John Maine gezeigt hat. Kontemplation ist die Erfahrung der Gegenwärtigkeit Gottes, und die Wiederholung des heiligen Wortes führt uns in die Stille dieser Gegenwärtigkeit. Das Ziel der christlichen Meditation ist, in den Strom der Liebe einzutreten, die zwischen Jesus und dem Vater fliesst, und die der heilige Geist ist.

Wenn wir uns Gott vorstellen, benötigen wir ein Bild, aber wir benötigen das Bild des himmlischen Vaters und das des heiligen Geistes in uns. Weiterlesen